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Nach Ansicht der Berliner Wirtschaft stellt der Senat mit der heute im Abgeordnetenhaus verabschiedeten Schulstrukturreform die richtigen bildungspolitischen Weichen. IHK Berlin, Handwerkskammer Berlin, der Verband der Freien Berufe und die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB) sehen in der Reform den richtigen Ansatz für eine bessere Schule und die richtige Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels.
„Von zehn Ausbildungsplätzen wird heute nur noch ein einziger mit einem Hauptschüler besetzt. Die Hauptschule wird ihrem Namen nicht mehr gerecht und ist zur Restschule geworden“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder. „In Anbetracht der zurückgehenden Schulabgängerzahlen mit den daraus folgenden Nachwuchsproblemen für die Wirtschaft ist es notwendig, dass alle Schülerinnen und Schüler gute Startchancen bekommen. Ziel muss sein, dass kein Jugendlicher mehr die allgemeinbildende Schule verlässt, ohne die Voraussetzungen für eine Berufsausbildung mitzubringen. Diese pädagogische Herausforderung ist sehr hoch – auch in der neuen Sekundarstufe,“ so Eder weiter.
Die integrierte Sekundarschule wird die Schülerinnen und Schüler nicht nur wie bisher in den allgemeinbildenden Fächern unterrichten, sondern auch einen wichtigen Schwerpunkt in der frühzeitigen Berufsorientierung setzen. „Mit der Einführung des Dualen Lernens für alle Sekundarschüler betritt Berlin Neuland. Dies könnte ein wegweisendes Modell für die ganze Republik werden“, so Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin. „Wichtig ist jedoch, dass die Reform durch ausreichend qualifiziertes und motiviertes Lehrpersonal umgesetzt wird. Das Land Berlin ist gefordert, hierfür geeignete Voraussetzungen zu schaffen.“
"Die Angebote des Dualen Lernens werden für alle Beteiligten künftig verbindlicher, insbesondere erhöhen sie aber die Chance der Schüler, bei der Auswahl des zukünftigen Berufes den passgenaueren zu finden". So die Einschätzung von Wolfgang Wehmeier, Geschäftsführer des Verbandes der Freien Berufe in Berlin e.V.
„Die Schulstrukturreform ist eine große Herausforderung. Unsere Mitgliedsverbände und -unternehmen setzen hohe Erwartungen in die professionelle Umsetzung der Reform. Wir messen den langfristigen Erfolg an der besseren Ausbildungsfähigkeit der Schüler“, so Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der UVB „Auch wenn die Wirtschaft die Einführung der Sekundarschulen befürwortet, wird sie weiterhin ein konstruktiver und kritischer Begleiter der Reform bleiben,“ so Amsinck weiter.
Die Reform macht die Berliner Unternehmen zu Partnern der Schulen für das Duale Lernen. Für dessen Umsetzung hat die Berliner Wirtschaft dem Senat ihre Unterstützung zugesichert. Dieses Engagement wird durch einen gemeinsamen Letter of Intent unterstrichen. Das zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung entwickelte neue Internet-Portal www.duales-lernen.de hält viele Informationen zum Dualen Lernen zum Abruf bereit. Mit Beginn des neuen Schuljahres – dem ersten nach der Reform - werden über das Portal auch die konkreten Angebote der Wirtschaft (z.B. Praktikumsplätze) zugänglich sein. |
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