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Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) hat als Träger der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT am 24. und 25. Oktober die Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BUAG) SCHULEWIRTSCHAFT in Potsdam ausgetragen. Erstmals würdigte die BUAG in diesem Jahr mit dem "Tag der Ehrenämtler" das Engagement ehrenamtlicher Mitglieder in ihren Reihen. Im Zentrum der Veranstaltung stand der Erfahrungsaustausch der Ländervertreter aus dem SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerk.
Für die UVB eröffnete Klaus-Dieter Teufel, stellvertretender UVB-Hauptgeschäftsführer, gemeinsam mit dem brandeburgischen Bildungsstaatssekretär Burghard Jungkamp die Jahrestagung. Dabei stellte Teufel die Eckpunkte der SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeit vor:
- Die Vorbereitung der Schüler auf die Wirtschafts-, Arbeits und Berufswelt ist fester Bestandteil der allgemeinbildenden Schulen. - Es gibt ein Fach Wirtschaft, Arbeit, Technik (Arbeitslehre) mit entsprechenden Rahmenplänen. - Es gibt Methoden, die für dieses Fach eine besondere Rolle spielen (Betriebspraktika, Projekte, etc.). - Die Vielfalt der Methoden trägt dazu bei, dass neben der reinen Wissensvermittlung auch die sogenannten überfachlichen Qualifikationen gefördert werden. - Zunehmend werden im interdisziplinären Sinne fachübergreifende Projekte durchgeführt. - Außerschulische Angebote werden gemacht und von den Schulen angenommen, insbesondere von Ganztagsschulen.
Mit diesen Eckpunkten, so Teufel weiter, sind die Rahmenbedingungen bzw. die Voraussetzungen für einen erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Wirtschaft gegeben.
Zum Thema "Wie ticken Jugendliche heute?" sprach Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance. An die Adresse der Untrenehmen gerichtet empfahl er diesen, ihr Bewerbermarketing stärker auf das Thema "Familie" auszurichten. Denn, so Hurrelmann, Jugendliche seien heute zwar eher angepasst, aber "Familie" hat bei ihnen einen hohen Stellenwert. Dr. Silke Borgstedt von der SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH wies anhand der aktuellen SINUS Millieu-Studie auf die Heterogenität bei den Jugendlichgen hin. Das Bewerbermaketing müsse auf die Unterschiedlichkeiten jeweils angepasste reagieren um bei der Stellenbesetzung erfolgreich seien zu können.
Unter der Moderation von Johannes Krumme von der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWirtschaft Baden-Württemberg diskutierten zum Abschluss Jugendliche des JUNIOR-Ehemaligennetzwerkes, Lehrer und Sozialarbeiter aus Brennpunktschulen sowie Unternehmer aus Berlin und Brandenburg die Frage "Wie ticken Jugendliche heute?". Das Bild von Jugendlichen heute ist, so ein Schülerin, oft nicht so, wie es die Unternehmen sehen. Nicht jeder Jugendliche plant seine berufliche Zukunft in den Sozialen Netzwerken. Zwar ist es gut, dass Firmen sich mittlerweile auch im Netz um Nachwuchs kümmern - Social Media ist aber nicht alles. Viel wichtige sind der persönliche Kontakt zum Unternehmen und die Möglichkeit Praktika zu absolvieren.
Fazit: Jugendliche heute ticken vielleicht etwas schneller, aber nicht wesentlich anders als früher. |
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